Jetzt geht's um die Wurst. Und das Nudelkatapult

Brotzeit aufm Gunti. Wo is de Wurst?
Brotzeit aufm Gunti. Wo is de Wurst?

Um nicht den Eindruck zu erwecken, hier beschwert sich jemand pausenlos über das Zahnen, möchte ich euch diesmal von meinem Zweit- und Sebastians Hauptlieblingsthema berichten. Und zwar dem, was man mit frisch entwachsenen Zähnen so anstellen kann: Essen!
Den faszinierenden Zusammenhang zwischen Zähne und Essen hat der der junge Gentleman bereits herausgefunden. Ab zwei Zähnen plus gewinnt das Kleinkindlächeln ungemein an Charme und Sebastian spielt diese Erkenntnis an der Wursttheke gnadenlos aus. Er kennt die Metzgereifachverkäuferin bereits, zeigt mit dem Finger, das kann er inzwischen auch, auf die Wurstauslage und mit den Zähnchen sein freundlichstes Lächeln.

Sofort landet eine Scheibe Kinderwurst in seinen flinken Händen und verschwindet zwischen seinen Lippen. Als der Herzensbrecher mit vollem Mund auch noch ein "Dada" ausspricht, das nichts anderes als „Dankeschön“ bedeutet, schmilzt die Verkäuferin nur so dahin. Kaum ist das Blatt aufgegessen, bekommt er das nächste. "Dade." Wenn das beim Bäcker mit Brezen auch so leicht gehen würde, bräuchten wir nie mehr Geld ausgeben...
Aber eigentlich wollte ich vom Essen zu Hause erzählen. Unser Sohn kann nämlich bereits mit Besteck essen. Im Idealfall sticht er mit seiner Kinder-WMF Gabel, der feine Herr hat edleres Besteck als seine Eltern, im stakkato auf die Nudeln ein, bis er entweder eine aufgespießt hat, oder sämtliche Nudeln zerkleinert sind. Die Spannbreite der Gabel ist ihm noch zu weit und da sie immer im Auge und selten im Mund landet, zupft er sich die Nudel mit der anderen Hand von der Gabel und führt sie manuell dem Mund zu.
Das ist noch die elternfreundlichste Methode, da Mund und Hände schnell abgewischt sind.
In Sachen Essen entwickelt der junge Gourmet aber einen faszinierenden Ehrgeiz und mit Kraft und Willen versucht er es, mit dem Löffel in der Hand, es den Eltern gleich zu tun. Zunächst bekommt er eine kleine Hilfestellung und der Kartoffelbrei wird ihm essfertig auf den Löffel befördert. Seine Augen verfolgen gierig den Weg des Löffels in seine Hand. Stürmisch entreißt er dem Vater den Löffel und katapultiert ihn Richtung Mund, verfehlt aber knapp die Haare und der Brei fliegt in hohem Bogen durch das Zimmer...
Gottlob haben wir eine Holzverkleidung, brauchen also nicht nach jedem Mahl neu streichen. Außerdem warte ich noch die sich ankündigenden vier Zähne oben an, dann gibts nur noch Schweinshaxn und Hendlflügerl zum Naggeln.

 

...wenns Euch gefallen hat, dürft's as gerne teilen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0